Wachstum ist…

Eine Methode zum Entwickeln einer gemeinsamen Dimension

Diese Übung dient den Teilnehmenden dazu, ihre eigenen Gedanken zu „Wachstum“ zu erfassen und eine gemeinsame Definition dieses Begriffs zu entwickeln. Dazu sammeln sie zunächst individuell ihre eigenen Vorstellungen zu Wachstum, setzen sich mit diesen anschließend in Kleingruppengesprächen auseinander und fassen die Gemeinsamkeiten schließlich in der Großgruppe zu einer Definition zusammen.

Durchführung

1. Die TN schreiben innerhalb von fünf Minuten jeweils für sich ihre individuellen Gedanken und Antworten zu der Frage „Was ist für dich Wachstum?“ auf Moderationskarten.

2. In einem zweiten Schritt finden sie sich in gleich großen Gruppen mit 3 bis 4 TN zusammen. Dort tauschen sie sich zehn Minuten lang über ihre individuellen Antworten aus und finden eine gemeinsame Antwort, die sie auf einem DIN-A4-Blatt notieren. Die Antwort sollte nicht mehr als drei Sätze umfassen.

3. Die Gruppen stellen dann nacheinander ihre gemeinsame Antwort und die dahinter stehenden Gedanken vor, hängen das gemeinsame DIN-A4-Blatt auf und die Einzelantworten der ersten Phase daneben.

4. Wenn alle Gruppen ihre Antwort vorgestellt haben, stellt der/die Teamende diejenigen Elemente heraus, die allen Gruppenantworten gemeinsam sind, und visualisiert diese gesondert, sodass eine gemeinsame Kernaussage getroffen werden kann.

Dann werden die Unterschiede innerhalb der Antworten gesucht und notiert.

5. Abschließend weist der/die Teamende auf die Vielschichtigkeit des Begriffes hin und stellt bspw. heraus, dass jeder Mensch je nach Vorwissen oder Betätigungsfeld andere Assoziationswelten mit dem Begriff bedient und vieles, was wächst, im weiteren Prozess auch vergänglich sein kann.

Varianten

Je nach Schwerpunkt des Workshops und Vorwissen der TN können auch andere Begriffe benutzt werden, bspw.: Wirtschaftswachstum, Wirtschaft, sozial-ökologische Transformation, Sozialer Wandel, Bedürfnisbefriedigung etc.

Möglichkeiten zur Weiterarbeit

Die Auswertung der Methode kann gleichzeitig als Überleitung zum weiteren Verlauf gestaltet werden, da diese Methode einen Einstieg in ein Thema darstellt. Im Anschluss bietet sich ein theoretischer Input wie bspw. Die „Präsentation Endlich Wachstum” (Kapitel 1) an.